La comida colombiana oder was essen wir in Kolumbien?

29.08.2018

Was soll, darf, kann ich Euch über das kolumbianische Essen berichten? Aus meiner Sicht, ist la comida entweder super rico oder bääähhh. Fangen wir bei den Früchten an. Es gibt so viele exotische und durchaus feinschmeckende Früchte, welche nur in Kolumbien (oder mindestens America latina) vorkommen. Am Besten schmecken mir die diversen Jugos (mit Wasser oder mit Milch), welche praktisch in jedem Restaurant zum Menu gehören. Grundsätzlich können die Jugos (sprich chugos) bedenkenlos getrunken werden. Die Trinkwasserqualität in Kolumbien ist gut, aber nicht Jeder (oder Jede!) verträgt jede Frucht gleich gut. Ich werde jedenfalls in der nächsten Zeit meinen Gaumen nicht mit jugo de lulo behelligen! Die Säfte sind die Vitaminlieferanten für die Caféteros! Womit wir schon beim Gemüse und Salat sind. Hhm, meist ist das Gemüse zu heftig gekocht und somit eher eine Sättigungsbeilage (Rüebli-Broccoli-Mantsch). Nicht ungeniessbar, aber doch eher lau. Als Salat wird Dir meistens Eisberg-, Kabis-Rüebli-Salat serviert. Die dazugehörigen Saucen, nun ja, eher 3 - 4. 
Zu einem Menu gehört immer eine Suppe. Die sind immer sehr schmackhaft. Aber Achtung liebe Vegetarier! Auch für Gemüsesuppen wird Fleisch jeder Art, als Geschmackträger verwendet. Meine liebste sopa, ist die ajiaco. Diese Kartoffel-Mais-Hühnerfleisch-Kapern-Suppe ist das Nationalgericht der Kolumbianer, stammt ursprünglich aus Bogotã und ist einfach top! 
Der Hauptgang eines Menus besteht aus einem Stück grilliertem Fleisch (Rind, Schwein, Huhn, usw.) und vielen - wirklich vielen - Sättigungsbeilagen. Auf einem Teller hat es papas (Härdöpfu), arroz (Reis), yuca und platano (Kochbanane). Oft gibt es zusätzlich noch frijoles (Bohnen gekocht, manchmal gestampft). Ich glaube nicht, dass die Kolumbianer ohne satt zu sein, vom Tisch müssen! 
Ich als erprobte Fleischverzehrerin staune manchmal, was die Menschen hier so alles essen. Schweinebauchschwarte fritiert, Gnagi, die übelsten Innereien der Tiere, sind hier gern gesehene Eiweisslieferanten! Oh je!! Da halte ich mich lieber ans angeräucherte Fleisch carne ahumada (wie z.B. Rippli, Würstli, Cotellettes, usw.) und weil die Kolumbianer eher fad kochen, verwende ich den "kolumbianischen Alleskönner", la salsa aji (Dip aus Tomaten, Zwiebeln, Chili, Koriander, Salz, Pfeffer, Limette, Öl). Garamba! Que bueno!
Fisch - so die Empfehlung der locales - soll ich nicht in Bogota, sondern an den Küsten essen, weil er nur dort frisch genug sei. Meine lieben Freundinnen haben aber oft Fisch geschmaust und der hat ihnen gemundet und ist ihnen auch gutbekommen. 
Man glaubt es nicht, aber die Kolumbianer sind so was von Schleckmäuler! Es gibt zig verschiedene Desserts und diese werden - meist nicht in den Restaurants - sondern in Cafés angeboten. Un Café tinto von postre, por favor! Diesen Satz habe ich (wahrscheinlich zu) oft gesagt. Aber hallo, pan banano-chocolate, cake maracuya, torta de mango, etc., und nichts probieren?? Wäre soooo was von unfreundlich, oder?!